13 days left and counting ... 

Nein, nein , nein. 
Es geht mir nach wie vor nicht in den Kopf das es nur noch 13 Tage sind bis meine Au-Pair Zeit endlich zu Ende ist. 
Ja, endlich. 

Ich bin naemlich ziemlich froh wenn der Bloedsinn hier vorbei ist. 
Ich liebe meine Gastfamilie und vor allem die Kids aber im Moment wird es einfach nur noch unzumutbar laenger hier arbeiten zu muessen meiner Meinung nach. Vielleicht ist es auch einfach nur weil ich jetzt schon die Einstellung habe das ich bald gehe und um mich zu schuetzen alles schwarz sehe. 

Hauptsache ist es sind nur noch 12 Tage.. Das bedeutet nur noch 9 Tage arbeiten und in 13 Tagen in den Reisemonat starten. 
Das worauf ich das komplette Jahr hin gearbeitet habe. 

Ich freue mich schon soooooo sehr aber ich hab auch ein bisschen Bammel ob ich das alles alleine hinbekomme und das mir nachher ja nicht langweilig wird oder so . 


Und zum ersten mal gab es ein letztes mal dieses Wochenende. Und zwar hab ich mir meine letzten zwei Urlaubstage gegoennt. 
Kyle und ich sind zusammen nach Maine gefahren. 
Das ist der Staat ganz oben rechts und haben uns ein schoenes entspanntes, langes Wochenende gemacht. 

Da ich noch zwei Urlaubstage uebrig hatte hab ich mir natuerlich beide genommen obwohl ich den Freitag gar nicht gebraucht haette da Kyle eh noch arbeiten musste und nur Montags frei hatte aber ich hab mir gedacht warum soll ich ihn mir nicht nehmen.... steht mir ja zu. 
Also habb ich eigentlich geplant schoen lange auszuschlafen und dann noch ein paar Erledigungen zu machen und vielleicht schonmal ein paar Sachen fuer den Reisemonat parat legen. 
Freitag morgen um 7.30 bin ich dann aufgewacht und hab mich gefragt warum die Kinder noch von niemandem aufgeweckt wurden wenn sie doch um 8  in die Schule muessen. 
dann hat auch schon mein Gastvater an der Tuer geklopft und gesagt Julie hatte mir doch gestern Abend eine Sms geschrieben und mich gebeten am morgen zu helfen da sie im Krankenhaus ist und Julius es nicht alleine auf die Reihe bekommt das alles morgens zu machen. 
Ich hab die SMS aber nicht gesehen da sie mir mitten in der Nacht um 1!!! Uhr geschickt wurde. 
Er hat dann gesagt ich sollte doch bitte WENIGSTENS die Lunchboxen fuer die Kinder fertig machen und ich dachte mir nur so Wie bitte ? . 
Es ist mein freier Tag... eigentlich muesste ich gar nichts machen dann kann man mal hoeflich nachfragen aber nicht WENIGSTENS schreien und mega vorwurfsvoll sein. 

Und genau das ist was mich so aergert. 

1. sie wissen gar nichts zu schaetzen und nehmen alles fuer selbstverstaendlich ... 

2. Warum zur Hoelle ist ein 40 Jaehriger erwachsener Mann nicht in der Lage seine zwei kleinen Kinder morgens zu wecken und fuer die Schule fertig zu machen? 
Guess what?! Ich hab das ein ganzes Jahr lang alleine hin bekommen ... 

Aber naja da dachte ich mir dann auch das es ja Gott sei Dank nur noch bisschen mehr als zwei Wochen sind. 
Die Frage wie sie das hinbekommen wollen wenn kein Au-Pair mehr zum helfen da ist bleibt trotzdem... 


Nachdem Kyle dann von der Arbeit heim kam haben wir uns dann auf den 4,5 stuendigen Weg nach Portland, Maine gemacht wo wir uns ein Apartment gemietet haben. 
Durch Stau etc kamen wir ein bisschen vor Mitternacht an und waren dann auch so k.o. das wir dann sofort ins Bett gefallen sind. 
Samstag morgen wurden dann unsere Kayaks geliefert. 
Unser Garten hatte direkten Anschluss zum Hafen/Meer und daher hat sich das mit den Kayaks dann echt gelohnt. 

Da es doch ziemlich gestuermt hat haben wir dann bis zum Mittagessen gewartet und uns dann aufgemacht um die naeheren Gewaesser zu erkunden. 
Nach 3 stunden war dann auch die erste Blase schon da und ich hatte genug von Kayaking fuer dieses Wochenende aber da Kyle ja nicht auf mich hoert hat er die Kayaks auch fier Sonntags gebucht und ich haette samstags Abends bei dem Gedanken noch mehr rudern zu muessen fast angefangen zu weinen. 
Es war zwar wunderschoen und Spassig fuer 5 Minuten aber danach war dann auch gut haha. 

Wir sind dann Samstag abends Hummer und Krabben essen gegangen - ja ich musste auch probieren und dann noch zu einem Leuchtturm spaziert. 
Sonntags ging es dann wie gesagt nochmal mit den Kayaks raus und ich hatte einen totalen Meltdown. 
Auf dem Hinweg zu der Insel die soppelt so weit weg war wie die vom Vortag war es so am stuermen das es richtig grosse Wellen gab und ich richtig Angst bekommen habe das ich untergehe. Dadurch das ich auch nicht so viel Kraft habe wie Kyle war es fuer ihn leichter gegen den Wind zu halten und somit ist er viel weniger abgetrieben wie ich und war daher immer meeeega weit weg. Das hat mir super Angst gemacht. 
Nach ner Zeit kamen wir dann endlich an und ich hab ueberlegt zu fragen ob wir jemanden anrufen der uns mit dem Auto abholen kommen kann aber ich wollte ja dann auch nicht aufgeben. 
Der Rueckweg war dann noch viel schlimmer. Ich war super muede zu dem Zeitpunkt schon und meine Arme und Schultern haben bei jeden Zug abartig weh getan. 

Ich hab dann zwischenzeitlich immer mal wieder geweint und gewimmer und geflucht aber im Endeffekt kam ich wieder bei uns am Haus an und das ist ja die Hauptsache. 

Am Abend haben wir uns dann mit Kyles bestem Freund getroffen der in Maine studiert- Kyle hat das bis Sonntag morgens vergessen.... toller bester Freund haha . Wir waren suuuuuper gut essen und dann hatten wir den Bauch so voll das wir bis mitten in der Nacht wach geblieben sind beide weil wir uns so ueberfressen haben haha . 

Montag morgen hiess es dann Koffer packen und auf den langen Rueckweg machen. 

Alles in allem war es ein super Wochenende das aber weniger entspannend war als geplant. :o
Hier gibt es noch ein paar Fotos :)