Dankbar

Wenn ihr in der nächsten Zeit mal ein wenig Freizeit habt und nicht wisst was ihr machen sollt oder wenn ihr denkt, dass euer Leben im Moment nicht so läuft wie ihr es wollt, dann geht ins Kino oder setzt euch vor den Computer und schaut euch The Fault in Our Stars an. 

Bei mir ist ersteres eingetreten. 

Ich habe gestern Abend mit A. dem alten Au-Pair überlegt was wir heute Abend machen könnten und wir haben uns dafür entschieden heute Abend den Film gucken zu gehen. 

Nach einem problemlosen, tollen Tag mit den Kindern war ich eigentlich total gut gelaunt. 
Das zweitere trifft auf mich so gar nicht zu. 
Hier in der Familie läuft gerade im Moment für mich alles so, wie cih es mir vorgestellt habe. Ich lebe im Moment meinen Traum und dafür bin ich wirklich dankbar. 

Ich versuche so viel wie möglich aus dieser Zeit und auch aus den letzten schwierigen Wochen zu lernen und auch wenn ich erst fast 2 Monate hier bin glaube ich selbt, dass ich mich ein klein winzig bisschen verändert habe. 

Vor allem bin ich selbstständiger geworden. 

Zu Hause habe ich immer für alles meine Mama die ja weiß wie man alles macht und deswegen würde es keinen Sinn machen es alleine oder selbst zu machen, weil es mit Mama viel schneller und einfacher geht. 

Hier habe ich keine Mama griffbereit. 

Davon mal abgesehen hab ich mir eine ,,Ist-mir-scheiß-egal-was-du-denkst" Einstellung angeeignet. Im Grunde genommen denke ich mir immer, dass ich die meisten die mir hier über den Weg laufen nach meinem Jahr hier eh nie wieder sehe. 

Oma wenn du das jetzt liest, das bedeutet nicht das ich keine Manieren mehr an den tag lege. Mir ist es einfach nur egal, wenn jemand meine Art oder sonst irgendwas nicht mag. 

Naja ich bin dann also mit A. ins Kino gefahren und was soll ich sagen. 

Ich bin so dankbar dafür, dass ich gesund bin. 

Jeder von uns, der es ist sollte das sein. 

Ich glaube wir alle beschweren uns oft auf einem ziemlich hohen Niveau. Klar machen wir das. Wir sind es gewohnt, dass es uns an nichts fehlt. 

Während dem Film hab ich so viel geweint, dass ich irgendwann aufgehört habe die Tränen wegzuwischen und am Ende vom Film war mein Top ganz nass. 

Der Film handelt über das : 

Die sechzehnjährige Hazel Grace Lancaster leidet seit drei Jahren an Schilddrüsenkrebs mit Metastasen in der Lunge, konnte aber durch die Anwendung eines neuen Medikaments überleben. Ihr Lieblingsbuch ist Ein herrschaftliches Leiden von Peter van Houten. Auf Anraten ihrer Eltern besucht sie eine Selbsthilfegruppe für Krebspatienten, wo sie den siebzehnjährigen Augustus „Gus“ Waters kennenlernt, dem infolge eines Knochentumors ein Bein amputiert werden musste. Die beiden verbringen immer mehr Zeit miteinander und ihre Beziehung wird enger. Doch Hazel möchte Gus vor dem Schmerz ihres unvermeidlichen Todes bewahren – sie betrachtet sich selbst als „Zeitbombe“, die irgendwann hochgehen und jeden, der ihr nahesteht, verletzen wird – und beschließt, sich nicht mehr mit ihm zu treffen.

 

Mit einer schweren Lungenentzündung landet Hazel im Krankenhaus. Während ihrer Genesung wird sie mehrmals von Gus besucht, der ihr versichert, dass sie ihm viel mehr bedeute als jeder Schmerz, den sie ihm zufügen könnte. Er will ihr ihren Herzenswunsch, nämlich Peter van Houten, den Autor ihres Lieblingsbuches, in Amsterdam zu besuchen, erfüllen; er hat bei einer Organisation, die krebskranken Kindern Herzenswünsche erfüllt (eine Fantasieversion der realen Make-A-Wish-Foundation), noch einen Wunsch frei, den er nun für Hazel einsetzen möchte. Nach längeren Diskussionen mit den Eltern und den Ärzten erhalten die beiden die Erlaubnis, in Begleitung von Hazels Mutter nach Amsterdam zu reisen.

 

Das Treffen mit van Houten wird jedoch eine Enttäuschung, da dessen Sekretärin Lidewij Vliegenthart den Besuch ohne das Wissen ihres Arbeitgebers organisiert hat, der ein unfreundlicher, zynischer Alkoholiker geworden ist. Er weigert sich, die Fragen der Jugendlichen zu beantworten, und verhält sich ihnen gegenüber beleidigend, woraufhin Lidewij kündigt und mit den enttäuschten Jugendlichen das Haus verlässt. Die drei besuchen das Anne-Frank-Haus, wo es zum ersten Kuss zwischen Hazel und Gus kommt. Zurück im Hotel, schlafen sie miteinander.

 

Auf der Rückreise aus Amsterdam verrät Gus Hazel, dass sein Tumor in einer aggressiveren Form zurückgekehrt sei. Er beginnt eine starke Therapie, doch werden ihm keine großen Überlebenschancen mehr gegeben. Sein Zustand verschlechtert sich rapide und er schlägt Hazel und seinem besten Freund Isaac vor, eine Vor-Beerdigung in seiner Anwesenheit abzuhalten, sodass er die Nachrufe auf sich selbst hören kann. Acht Tage nach der Vor-Beerdigung stirbt Gus. Hazel hält einen Nachruf und bemüht sich, die Angehörigen zu trösten. Nach der Beerdigung trifft sie auf Peter van Houten, der eigens zu der Beerdigung nach Amerika gereist ist; er erzählt ihr, dass seine eigene Tochter vor Jahren an Krebs gestorben sei und er diese in die Protagonistin von Ein herrschaftliches Leiden, Anna, habe einfließen lassen. Daraus erklärt sich auch seine Feindseligkeit bei ihrem ersten Treffen in Amsterdam, bei dem Hazel ihn zu sehr an Anna erinnerte. Hazel ermutigt ihn, eine Fortsetzung des Buches zu schreiben.

 

Schließlich findet Hazel heraus, dass Gus kurz vor seinem Tod noch etwas für sie geschrieben hat, und sucht nach den offenbar aus seinem Notizblock herausgerissenen Seiten. Lidewij entdeckt Gus’ Brief zwischen van Houtens Fanpost und schickt ihn zurück an Hazel. Es handelt sich um einen Nachruf auf Hazel.

 


Mein Hauptgedanke während dem Film war, dass ich dankbarer sein sollte. Für alles was ich habe und für alles was mir ermöglicht wird und vor allem dafür, dass ich, meine Familie und meine Freunde dem Umständen entsprechend gesund sind. 

Was ich noch gedacht habe war, dass ich mich zwar von euch verabschieden musste, was mir wirklich sehr schwer gefallen ist aber ich kann so unendlich froh sein, denn ich weiß, dass ich zurückkommen kann und jeden einzelnen den ich vermisse wieder in den Arm nehmen kann. 

Von meiner Gesundheit her muss ich nicht in der Angst leben, dass jeder Tag mein letzter sein könnte. 

Ich meine. Leute sagen, dass man jeden Tag leben sollte als wäre es der letzte. 
Aber mal ehrlich gesagt: Das ist Bullshit. 

Wir wären arm und würden das Glück nicht mehr zu schätzen wissen. 

Wenn jeder Tag wäre wie man es wollte, dann würde keiner von uns Unglück kennen und wenn man einen Regenbogen will, dann muss man mit dem Regen leben können. 

Hab ich in dem Film gelernt. 

Schlechte Erfahrungen bringen uns dazu, dass wir die guten zu schätzen wissen. Die schlechte Erfahrung mit meiner Ex-Gastfamilie bringt mich dazu alles, was hier in meiner neuen Gastfamilie passiert und gemahct wird zu schätzen. Ich darf das Auto fahren und bedanke mich so oft dafür. Ich mag die Kinder und die Kinder mögen mich ( der Kleine hat heute gesagt, dass er froh ist das ich seine neue Nanny bin :) ) und wir haben so viele Sachen die wir zusammen machen können.

Vielleicht ist das ein komischer Blog für einen Tag, der für mich so toll war. Aber der Film hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. 

Ich habe noch ewig lange mit A. danach darüber gesprochen und für das was man bei dem Film lernt haben wir beide keine Worte gefunden aber wir wussten trotzdem beide was wir meinen. 
Also wenn ihr Zeit haben solltet, dann schaut euch den Film doch mal an oder lest das Buch. 

Kleiner Themenwechsel: 
Ich glaube wirklich, dass ich und das alte Au-Pair wirklich gute Freunde wären oder werden würden, hätten wir und anders kennen gelernt. Ich verstehe mich wirklich super mit ihr und wir sind eigentlich ununterbrochen am lachen wenn wir nicht gerade über den Film geredet haben. 

Ich hoffe wirklich, dass ich sie vielleicht nachdem sie von hier wegfliegt nochmal zu Hause oder hier in Amerika sehe ! :) 
Noch was, was ich hier in Amerika gelernt habe: Man plant viel, was man nachher doch nciht macht. 

Vielleicht macht man es aber doch ! ;) 

Gute Nacht ! :)